Sunday, February 11. 2007
Da die Menschen nach dem Tod der Ratten einen verwaisten Käfig hatten, suchten sie nach einem neuen Mitbewohner. Diesmal sollte es ein Tier sein, das nicht so schnell dahingeht. Und so kamen sie auf mich, Ramses, eine Schildkröte. Ein halbes Jahr bin er alt und somit, in Anbetracht meiner Lebenserwartung von 50 - 60 Jahren, noch ein richtiges Baby, das sogar gelegentlich gefüttert werden muss. Meine Lieblingsnahrung sind Grünfutter und Pellets, aber am meisten liebe ich Kohlrablätter., von denen ich zumGlück auch immer reichlich bekomme.
Bei diesem Thema werden bestimmt viele zunächst angewidert das Gesicht verziehen. So ähnlich habe ich auch reagiert, als mein Partner mit dem Wunsch kam, eine Ratte zu halten. Allerdings begriff ich schnell, dass Hausratten mit den wildlebenden Kanalratten nicht viel gemein haben. Hausratten sind sehr niedliche, liebe und intelligente Tierchen. Also wurde Mathilde unser Mitbewohner. Sie fühlte sich wohl, allerdings wunderte uns, dass sie doch recht schnell zunahm. Bis eines Tages ein ungewohntes Gequieke aus ihrem Käfig drang: aus der einen Ratte waren 8 geworden! 7 winzige, rosige, nackte Rattenbabies hatte sie zur Welt gebracht! Und Mathilde und wir brachten sie mit vereinten Kräften alle durch. Natürlich konnten wir sie nicht alle behalten, 5 brachten wir in die Zoohandlung zurück. Nur die beiden Töchter Else und Berta blieben bei ihrer Mama.
Else war nicht nur die zutraulichste und stärkste, sondern auch das Oberhaupt des kleinen Rattenclans. Ihr Verteidungs- und sogar Angriffsgebaren, wenn Lucky sich dem Käfig näherte, war sehenswert und sehr mutig. Leider war es ausgerechnet die tapfere, starke Else, die als erste von der Krankheit befallen wurde, die alle Hausratten in sich tragen: Krebs. Wir mussten sie einschläfern lassen und Mathilde folgte ihr einige Monate später. Berta blieb zwar vom Krebs verschont, wurde aber trotzdem krank und starb kurz nach Mathilde. Da es sehr bedrückend ist, zuzusehen, wie sich ein liebgewonnenes Tier am Ende so quält, beschlossen wir, keine neuen Ratten zu holen.
Saturday, February 10. 2007
Zuerst hatte wohl Kaninchen Flymo ein Meerschweinchen zur Gesellschaft, die kleine Maxi. Leider wurde sie nur 9 Monate alt und starb an einem heißen Wochenende an Herzschlag. Da die Menschenfrau Maxi sehr niedlich fand und traurig über ihrenT od war, blieb es nicht aus, dass einige Monate später wir einzogen: die Brüder Max und Moritz, jetzt ca. 2 Jahre alt. Man sagt uns nach, wir seien richtige Racker. Dabei verteidigen wir nur den begehrten Platz auf dem Sofa selbst gegen die Katzen, schaffen es sogar, diese zu verteiben. Ist das etwa nichts? Und wir können immer fressen, fressen, fressen, haben halt immer Hunger. Klar sind wir bei diesem Thema auch sehr clever: morgens veranstalten wir ein ziemliches Spektakel, bis wir unser Futter bekommen. Kommt einer von den Menschen erst späer zu uns, versuchenwir es halt nochmalund mMeistens klappt es und wir bekommen eine 2. Portion . Ich, Moritz, schmuse gerne, mir, Max, sagt man nach, ich sei manchmal etwas aggressiv. Und ich finde Flocke soooooooooo süß, schade, dass sie so groß ist.
Tuesday, February 6. 2007
Ich, Flymo kam ins Haus, weil auch Madita ein Haustier haben wollte. Mit 8 Jahren erschien sie ihrer Mama alt genug, die Verantwortung für ein Tier zu übernehmen, und sie entschied sich für ein Kaninchen. Es hat auch gut geklappt, sie hat mich nur selten vergessen. Und dann waren die Großen ja auch noch da. Ich war 2 Monate alt, als ich im August 2003 geholt wurde. Ich bin ein schwarz-weißes Löwenköpfchen und ein ganz lieber. Natürlich fühlte auch ich mich einsam und bekam im Frühjahr 2005, damals noch fast ein Baby, das Albino-Mädchen Flocke zur Gesellschaft. Leider schleppten mich die Menschen zu einem Arzt, der etwas mit mir machte, so dass ich auf Flocke ganz unnatürlich reagiere. Sie ist nur meine beste Freundin, da stimmt doch was nicht . Flocke ist ein ganz besonders freundliches Kaninchen, das nicht nur mir eine geduldige Freundin ist, sondern auch die Meerschweinchen ins Herz geschlossen hat. An Körpergröße hat sie mich längst überrundet.
Irgendwie habe ich zu den Fischen keine richtige Beziehung. Ich finde das Licht, das vom Aquarium verbreitet wird, sehr schön. Klar, die Fische sind auch schön, aber halt... nix zum Knuddeln. Aber um sie kümmert sich hauptsächlich mein Partner. Und eine Geschichte hat mich doch überrascht: wir hatten eine ganze Weile von einer Fischart nur 1 Tier. Als ein zweites dazu kam, wurden die beiden unzertrennlich. Dass Fische sich auch einsam fühlen können, hätte ich nicht gedacht.
Monday, February 5. 2007
Ich bin Roxys Nachfolgerin und habe damit wohl ein schweres Erbe angetreten. 4 Monate alt war ich, als ich im November vom Tierschutzverein hierher kam. Eine Glückskatze und, natürlich, ein Wirbelwind, ein richtiges Katzenkind halt, das ist schließlich mein Job. Da müssen die Zweibeiner aufpassen und alles in Sicherheit bringen. Lucky übrigens, der bis zu meiner Ankunft der "Kleine" war und das Privileg, Mist zu bauen, für sich beanspruchte, wie ich hörte, ist fast über Nacht "erwachsen" und (leider) sehr ruhig geworden. Er haut sogar manchmal ab, wenn ich allzu wild mit ihm toben will. Aber ich denke, anonsten habe ich Lucky fest im Griff, obwohl er nicht nur an Jahren älter ist, sondern auch die älteren Rechte hat. Was kann ich dafür, dass er sich nicht wehrt, wenn ich sein Futter fresse, seine Lieblingsplätze besetze oder ihn vertreibe?
Friday, February 2. 2007
Heute möchte ich von Roxy erzählen. Sie kam aus dem Tierheim zu mir. In ihren Papieren fand ich eine Emailadresse mit der Bitte um Mitteilung, wie es Roxy ergangen ist. So erfuhr ich von Roxys Vorgeschichte. Sie war als Straßenkatze in Instanbul groß geworden und von einer Tierschützerin, meiner Mailpartnerin, aufgegriffen und ins deutsche Tierheim gebracht worden. Roxy lebte anderthalb Jahre bei mir und das merkte ich nur daran, dass der Napf leer und die Toilette voll war. Den ganzen Tag saß sie in der Höhle des Kratzbaums und ließ sich nicht sehen. Nachts konnte man sie hören, wenn sie durch die Wohnung lief. Ich war sehr traurig und viele empfahlen mir, die Katze ins Tieheim zurückzubringen. Aber das brachte ich nicht über's Herz, ich dachte, dann bekommt sie schon wieder einen Knacks weg. So hatte ich mich damit abgefunden, sie halt nur "durchzufüttern". Nach anderthalb Jahren kam Lucky dazu. Und von da an ging alles ganz schnell. Eine gute Woche später konnte ich Roxy zum erstenmal streicheln. Es war, als sei ein Knoten geplatzt. Roxy wurde immer zutraulicher. Ich hatte das Gefühl, sie musste all die Streicheleinheiten nachholen, die sie in den Jahren zuvor verpasst hatte. Leider ging sie am 10.10.2006 über die Regenbogenbrücke, gerade 11 Jahre alt. Das hat mich ziemlich fertig gemacht, an Roxy habe ich sehr gehangen. Zudem denke ich, ich habe sie im Stich gelassen, da sie in unserem Urlaub gestorben ist. Wäre ich doch bei ihr gewesen!
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